
Mit zunehmender Verbreitung von digital OoH Medien beobachtet Kinetic den digitalen Markt noch intensiver.
Die Veröffentlichung des Kinetic View zum Thema ?7 Regeln für digital Out-of-Home? bietet Kunden und Agenturen eine Hilfestellung bei der Planung und Kreation von Werbemaßnahmen mit digitalen Medien. Die Regeln erleichtern die Kommunikation über digitale Medienkanäle und machen den zurzeit noch stark fragmentierten Markt transparenter.
Media Initiative digitale Außenwerbung
Um die Planungs- und Buchungsoptionen digitaler Medien bestmöglich dem TV-Level anzupassen, wird der Ruf der Agenturen nach einer einheitlichen Service- und Buchungsplattform immer stärker. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung haben nun die vier größten Anbieter digitaler Außenwerbung unternommen. Gemeinsam wollen Ströer Infoscreen, Tank & Rast, ECE Flatmedia und Media Saturn verbindliche Standards für die noch junge Mediengattung festsetzen. So sollen Media-Agenturen und Spezialmittler verlässliche Größen erhalten, die hinsichtlich Leistungswerten und Schaltungsparameter gefiltert werden können, um Kontakt- und Reichweitendefinitionen zu standardisieren und dadurch Betriebsprozesse zu optimieren. Geplant ist eine einheitliche Online-Serviceplattform, auf der Kapazitäten abgefragt und Zielgruppen definiert werden können.
Der Fachverband Außenwerbung plant gemeinsam mit dem OVAB (Out-of-Home Video Advertising Bureau Europe) ein festgelegtes Gütesiegel an alle Anbieter digitaler Medien, die die Kriterien der entwickelten Standards erfüllen und nachweislich befolgen, zu vergeben. Ziel der Einführung verbindlicher Standards in der digitalen Außenwerbung ist es, nicht nur mehr Transparenz in der Qualität der Technik zu schaffen, sondern auch Kontakt- und Reichweitendefinitionen übersichtlicher zu gestalten, bis hin zur Entwicklung einer einheitlichen Digital-Signage-Währung.
Kinetic point of view
Das starke Wachstum dieser jungen Gattung führt zu einem umfangreichen Angebot verschiedener Anbieter von digitalen Bewegtbildflächen im öffentlichen Raum. Doch nicht alle Anbieternetze setzen dieselben Planungsparameter ein. Kontakt- und Reichweitenbestimmungen der Vermarkter werden oft unterschiedlich interpretiert und auch die Qualität der Technik variiert. Dies macht es für Agenturen und Kunden nicht einfach, sich in dem stetig weiter entwickelnden Feld der digitalen Außenwerbung zurecht zu finden. Für viele Kunden wirkt der Markt unübersichtlich und bringt Erklärungsbedarf auf Agenturseite mit sich. Um diesem Vorbehalt entgegenzuwirken und die Vermarktung digitaler Werbeträger voran zu treiben, sind verbindliche Standards unabdingbar. Kunden brauchen eine verlässliche Größe und fest definierte Standards, um Verständnis für die Vermarktung dieser Mediengattung zu entwickeln.
"Digitale Standards sind absolut notwendig, um den stetig wachsenden digitalen Markt transparent zu halten und unseren Kunden verläßliche Größen zu liefern."
Annkatrin Gräff, Head of Business Development
Einen einheitlichen Planungsansatz halten wir demnach für äußerst wichtig. Daher wäre ein vom OVAB und FAW gemeinsam vergebenes Gütesiegel eine strukturierte Grundlage, zur nachhaltigen Erfüllung der vorgegebenen Standards. Eine effiziente Handhabung des Themas ?verbindliche Standards für Digitale Signage? kann unserer Meinung nach nur funktionieren, wenn die unterschiedlichen Sichtweisen aller Beteiligung mit in die Bewertung einfließen. Anbieter, Spezialmittler und Kunden müssen gleichermaßen dasselbe Ziel verfolgen, um das zukunftsweisende Medium weiter zu entwickeln.
Standards für Digital Signage Netzwerke
Brutto- und Nettoreichweiten werden nach einem einheitlichen Studiendesign der GfK erhoben.
Der TKP errechnet sich aus den Leistungswerten und wird auf Basis eines 10-Sekunden-Spots ausgewiesen. Der Spot-Preis steigt linear mit der Spotlänge.
Alle Netze sind regional und - bis auf das Ströer-Angebot ? auch lokal buchbar.
Mindestbuchungsdauer ist eine Woche (auf Wunsch auch einzelne Tage). Keine saisonalen Preise.
Einheitlicher Proof of Play mit entsprechendem Bericht (auf Anfrage).
Die Sendequote beträgt 99 Prozent. Ausgefallene Bildschirme werden innerhalb von 48 Stunden wieder instand gesetzt.
Quelle: Werben und Verkaufen 37/2011